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title: "Neue Gaskraftwerke: Bundestag gibt grünes Licht"
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summary: "Bundestag beschließt Bau von neuen Gaskraftwerken in Deutschland zur Sicherung der Stromversorgung während der Energiewende. Die Anlagen sollen ab 2031 mit zusätzlichen Kosten für Verbraucher finanziert werden und später auf Wasserstoff umgestellt werden."
tags: "gaskraftwerke, bundestag, energiewende, stromversorgung, wasserstoff, energiepolitik, deutschland"
key_entities: "Bundestag (organization), Katherina Reiche (person), Sepp Müller (person), Nina Scheer (person), CDU (organization), SPD (organization), Grüne (organization), AfD (organization), Die Linke (organization), Deutsche Umwelthilfe (organization), Deutschland (location), Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (concept), Wasserstoff (technology), H2-ready (concept), Kapazitätsmarkt (concept), Bundestag-Abstimmung zum Gaskraftwerksgesetz (event)"
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# Neue Gaskraftwerke: Bundestag gibt grünes Licht

Opposition stimmt gegen Gesetz : Neue Gaskraftwerke: Bundestag gibt grünes Licht 09.07.2026 | 20:07 | Der Bundestag hat den Plan zum Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland gebilligt. Die Opposition stimmte gegen den Gesetzentwurf. Auf Verbraucher kommen zusätzliche Kosten zu. Schwarz-Rot treibt den Bau neuer Gaskraftwerke voran. (Symbolbild) Quelle: Imago Noch in diesem Jahr soll der Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland in die Wege geleitet werden. Der Bundestag stimmte für das sogenannte Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG). Die neuen Anlagen sollen den Kohleausstieg und den Ausbau von Ökostrom flankieren und befürchtete Lücken in der Stromversorgung vermeiden. Auf Verbraucher kommen damit ab 2031 zusätzliche Kosten für eine neue Umlage zu, mit der die Förderung in Milliardenhöhe für die Betreiber finanziert werden soll. Experte Quaschning: &quot;Gaskraftwerke ja, aber nicht so, wie Frau Reiche es plant&quot; Im Parlament stimmten Union und SPD für die Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Opposition lehnte den Gesetzentwurf ab. In der Debatte warnte die AfD vor Milliardenkosten und erneuerte die Forderung nach einer Rückkehr zur Atomkraft. Grüne und Linke kritisierten, dass sich Deutschland noch abhängiger von Gasimporten mache und die Kosten unübersichtlich seien. Union und SPD verteidigten das Vorhaben, das nun in den Bundesrat geht. Um die Stromversorgung im Zuge der Energiewende zu sichern, sollen weitere Gaskraftwerke gebaut werden. 13.05.2026 | 1:52 min Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke noch in diesem Jahr Noch in diesem Jahr sollen Ausschreibungen für insgesamt elf Gigawatt neuer Kapazitäten beginnen, die spätestens Ende 2031 am Netz sein sollen. Die neuen Anlagen sollen zunächst Erdgas verbrennen, was mit dem Ausstoß schädlicher Klimagase verbunden ist. Spätestens 2045 sollen die Gaskraftwerke dann &quot;klimaneutral&quot; mit Wasserstoff laufen. Das heißt, sie müssen jetzt schon so geplant werden, dass ein Umstieg möglich ist - der Fachbegriff heißt &quot;H2-ready&quot;. Grüner Wasserstoff: Schlüsseltechnologie für die Energiewende Die neuen Kraftwerke halten Union und SPD aus zwei Gründen für nötig: Zum einen drohe andernfalls ab 2031 eine &quot;Versorgungslücke&quot;; zum anderen sollen die Gaskraftwerke bei &quot;Dunkelflauten&quot; einspringen, wenn zu wenig Wind- und Solarenergie erzeugt wird. Dafür soll ab 2032 ein sogenannter Kapazitätsmarkt entstehen. Das heißt, Kraftwerksbetreiber werden dafür bezahlt, dass sie Kapazitäten vorhalten, die gerade nicht gebraucht werden. Gegen die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche hatte sich im Mai Protest formiert. 29.05.2026 | 1:42 min In der Schlussdebatte bezeichnete Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) das Kraftwerksgesetz als &quot;Sicherheitsgurt&quot; für die deutsche Stromversorgung. Die SPD-Energiepolitikerin Nina Scheer sagte, man dürfe nicht den Fehler machen, zu viel Kapazität an Gaskraftwerken aufzubauen. Aber es dürfe auch keine Lücke entstehen. Umwelthilfe: Umlage könnte auf über vier Milliarden Euro steigen Die Förderkosten sollen ab 2031 auf die Stromkunden umgelegt werden. In ihrem ursprünglichen Entwurf ging die Bundesregierung von eins bis drei Milliarden Euro im Jahr 2031 und danach von jährlichen Kosten von 0,9 bis 2,3 Milliarden Euro aus. Im parlamentarischen Verfahren wurden allerdings einige Änderungen vorgenommen, die aus Sicht von Kritikern die Kosten hochtreiben könnten. Wie die Deutsche Umwelthilfe vorrechnet, wurden Gebotshöchstgrenzen bei der Auktion der neuen Kraftwerkskapazitäten von 173.000 auf 244.000 Euro je Megawatt hochgesetzt. Damit könnten die auf die Stromkunden umgelegten Kosten 2031 nach Angaben des Verbands auf mehr als vier Milliarden Euro steigen. Die Umwelthilfe moniert zudem, dass Batteriespeicher als Alternative zu neuen Kraftwerken benachteiligt würden. Als Reserve für die Energieversorgung sollen Gaskraftwerke gebaut werden. Stephanie Barrett ordnet die Pläne aus dem Wirtschaftsministerium ein. 13.05.2026 | 1:02 min Energiebranche zufrieden Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft lobt die neuen Regelungen hingegen als tragfähigen Kompromiss. &quot;Wir brauchen den Zubau an gesicherter Leistung, es ist daher ein guter Tag für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland&quot;, erklärte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. Sie begrüßte die Anhebung des Höchstgebotswertes, weil damit Wettbewerb in den Ausschreibungen und ausreichend Gebote gesichert würden. Auch der Energiekonzern RWE äußerte sich erfreut. &quot;Entscheidend ist jetzt, dass die EU-Kommission die beihilferechtliche Genehmigung zügig erteilt und die Auktionen im Herbst starten können&quot;, erklärte RWE-Chef Markus Krebber. Das Unternehmen will drei wasserstofffähige Gaskraftwerke mit rund drei Gigawatt Leistung an eigenen Kraftwerksstandorten in Nordrhein-Westfalen bauen. Quelle: dpa, AFP Über dieses Thema berichtete heute ZDFheute Xpress am 09.07.2026 ab 09:00 Uhr. Thema Bundestag Mehr zur Stromversorgung Ausschreibungen noch in diesem Jahr : Bundesregierung beschließt Bau neuer Gaskraftwerke mit Video 18:03 Starker Anstieg bei Windenergie : Erneuerbare Energien erzeugen 58 Prozent des Stroms mit Video 0:27 Bürgerwindparks als private Geldanlage : Lohnt sich das Geschäft mit dem Wind? von Sophie Rittau mit Video 9:16 Erstmals seit 2023 : Deutschland liefert mehr Strom ins Ausland als es importiert mit Video 0:27
