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title: "Lebensmittel-Hammer: Preiserhöhungen liegen weit über Inflationsrate"
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summary: "Lebensmittelpreise in Deutschland sind zwischen 2020 und 2025 um 36,3 Prozent gestiegen und damit deutlich stärker als die allgemeine Inflationsrate von 22 Prozent. Politiker und Wirtschaftsexperten diskutieren verschiedene Maßnahmen wie Mehrwertsteuersenkungen auf Grundnahrungsmittel und Regulierung der Supermarktkonzerne zur Entlastung der Verbraucher."
tags: "lebensmittelpreise, inflation, deutschland, mehrwertsteuer, supermarkt-konzerne, verbraucherpreise"
key_entities: "Deutschland (location), Bundeslandwirtschaftsministerium (organization), Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) (organization), Ina Latendorf (person), Marcel Fratzscher (person), Clemens Fuest (person), Ifo-Institut (organization), Bund der Steuerzahler (BdSt) (organization), Mehrwertsteuer (concept), Marktmacht-Regulierung (concept)"
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# Lebensmittel-Hammer: Preiserhöhungen liegen weit über Inflationsrate

Startseite Wirtschaft Lebensmittel-Hammer: Preiserhöhungen liegen weit über Inflationsrate Stand: 15.07.2026, 15:35 Uhr Von: Stephanie Schoen Kommentare Drucken Teilen Uns auf Google folgen Zwischen 2020 und Mitte 2025 sind die Lebensmittelpreise in Deutschland um satte 36,3 Prozent gestiegen. Der Anstieg liegt damit deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate von 22 Prozent im gleichen Zeitraum. Berlin – In Deutschland galoppieren die Lebensmittelpreise davon. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium auf eine Anfrage der Linken-Fraktion mitteilte, lagen die Preissteigerungen bei Lebensmitteln um ganze 14,3 Prozentpunkte über der allgemeinen Inflation, so die Rheinische Post . Nach Angaben des Ministeriums gab es dabei besonders starke Preissteigerungen bei Molkereiprodukten, Geflügelfleisch, Speisefetten und -ölen sowie bei Eiern und Zucker . Weniger betroffen waren nach der Auswertung wohl Getränke und Fertiggerichte, Obst , Fisch und Meeresfrüchte. Hohe Lebensmittelpreise belasten die Haushalte. ©&nbsp;Erwin Wodicka - BilderBox.com/Gina Sanders - Fotolia Die Linke sieht Handlungsbedarf auf wettbewerbspolitischer Ebene Linkenpolitikerin Ina Latendorf fordert nun einen Eingriff der Bundesregierung in die Marktmacht der vier großen Supermarktkonzerne, wie sie gegenüber der Rheinischen Post ausführte. Konkret schlägt sie eine Begrenzung der Gewinnmargen und eine Preisbeobachtungsstelle vor. Ferner plädiert sie für eine Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundlebensmittel. Ähnliche Forderungen gab es auch schon vom Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher. Aufgrund der steigenden Energie- und Produktionskosten infolge der Krise im Nahen Osten und der Schließung der Straße von Hormus fordert er zusätzliche Entlastungen für Verbraucher und Unternehmen. Er setzt sich zumindest für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ein, wie er dem Handelsblatt mitteilte. Pauschale Steuererleichterungen hält allerdings der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, nicht für eine zielführende Maßnahme und warnt vor großen Steuermindereinnahmen. Er macht sich stark für passgenaue Hilfen, wie beispielsweise Direktzahlungen an einkommensschwache Haushalte ohne Vermögen. Aktuelle politische Diskussion zur Mehrwertsteuer könnte bei Lebensmitteln Entlastung bringen Auf politischer Ebene wird zurzeit allerdings gerade eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 oder 22 Prozent diskutiert, um die eklatanten Haushaltslöcher zu stopfen. Im Gegenzug könnte es eine Entlastung bei der Mehrwertsteuer von weitgehend sieben Prozent auf Lebensmittel geben oder sie könnte ganz abgeschafft werden, wie topagrar berichtete. Wirtschaftsexperten und der Bund der Steuerzahler (BdSt) warnen allerdings vor Mehrwertsteuererhöhungen und befürchten ein Abwürgen der Konjunktur und Konsumeinbrüche. (Quellen: Rheinische Post, Handelsblatt, topagrar, BdSt) ( sts ) Auch interessant Kommentare Teilen
